Manchmal kommt alles doch ganz anders als geplant. Genau das hatte sich Kaylie Ronan auch gedacht, als plötzlich Werder Bremen auf sie zu kam. „Für den Beginn meiner Profikarriere habe ich nicht damit gerechnet, direkt nach Deutschland zu gehen“, gab die 22-Jährige bei ihrer Verpflichtung zu. Den frühen Schritt raus aus dem US-College Notre Dame rein in die Google Pixel Frauen-Bundesliga zum SV Werder bereut sie rückblickend aber keinesfalls. Im Gegenteil: „Ich bin unendlich dankbar, dass ich zu so einem frühen Zeitpunkt meiner Karriere bereits so viele große Spiele miterleben durfte, worauf andere ihr ganzes Leben warten“, betont die gebürtige US-Amerikanerin.
Am Osterdeich hatte sie keinesfalls Zeit, sich groß zu akklimatisieren. Bereits vier Tage nach ihrer Verpflichtung war sie direkt in der Abwehr der Grün-Weißen in der Liga gefordert und sammelte trotz 1:4-Heimniederlage gegen RB Leipzig erste Erfahrungen in der größten deutschen Spielklasse. „Ja, es war definitiv nicht einfach, direkt von der ersten Sekunde an da sein zu müssen. In einem neuen Land, einer neuen Stadt, einer neuen Liga und in einer neuen Mannschaft. Aber das Team hat es mir unfassbar leicht gemacht. Vor allem Hanna Németh hat mir als Partnerin in der Abwehr unheimlich viel geholfen. Ich habe einfach immer versucht, alles um mich herum komplett auszublenden und mich total auf das zu fokussieren, was auf dem Platz passiert.“