Dabei feierte der Schweizer Nationalspieler sein Bundesligadebüt in einer mehr als nur komplizierten Situation. In der 72. Minute lagen die Grün-Weißen mit 1:3 zurück und spielten nach einer gelb-roten Karte gegen Niklas Stark auch noch in Unterzahl. Doch die Werderaner steckten nicht auf. Eine Einstellung, die Neuzugang Schmidt sofort mitriss: „Als ich nach meiner Einwechslung gemerkt habe, dass niemand im Team aufgibt, hat mir das richtig Energie gegeben“, so Schmidt.
Extrakörner, die der Außenbahnspieler sofort zu nutzen wusste. Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung spielte Keke Topp nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte einen wohl temperierten Pass in die Spitze. Gegen weit aufgerückte Gäste schaltete Schmidt sofort und sprintete noch hinter der Mittellinie startend Richtung Ball. 40 Meter vor dem Tor erreichte er die Kugel vor Bayers herauseilenden Keeper Mark Flekken. Geschickt legte er den Ball per Kopf am Schlussmann vorbei, um im Anschluss Loic Badé aussteigen zu lassen und aus 20 Metern ins leere Tor zu vollenden. „In dem Moment, als ich den langen Ball gesehen habe, hatte ich nur einen kurzen Moment und dann wusste ich, dass ich mein Tempo nutzen muss. Als ich am Torhüter vorbei war, wusste ich, dass der Verteidiger nur nach rechts gehen kann und ich einfach die Kontrolle behalten musste“, analysiert Werders Nummer 23.