Allgemeiner Politik Thread

Dieses Thema im Forum "Archiv - Off Topic" wurde erstellt von Niedersachse, 15. November 2008.

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  1. gelöscht

    gelöscht Guest

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    In dem Medien kommt hierzu nichts, als ob es diese Krise nicht gäbe. Fakt ist, dass durch den ESM das Haushaltsrecht auf Basis einer Ewigkeitsklausel aus der Hand gegeben wurde, die Targelsalden uneinbringlich sind und und und. Laut Regierung und Opposition geht es aber einfach so weiter. Warum sollen eigentlich deutsch Steuerzahler für die Banken und Gläubiger der Staatsschulden anderer Länder haften und schon bald zahlen ? Hier im Forum scheinen das die meisten vollkommen normal zu finden - sehr erstaunlich.
     
  2. Moin GreenHoop,

    ich bin Mitglied der "Basis" und werde mich nicht durch eine "Bearbeitung" umpolen lassen. Das Bild, das hier von uns SPD-Mitgliedern gezeichnet wird, erscheint mir aus einer leicht überheblichen Haltung heraus zu entstehen.
    Somit ist dieser Beitrag für mich nur eine weitere Spielart einer umgedrehten "Rote-Socken-Kampagne". :zzz:
     
  3. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Dann lasse ich mich einmal überraschen, ob die Basis eine eigene Meinung hat...:confused:
     
  4. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Warum? Waren nicht die USA das Erfolgsmodell seit 1776? Viele Einwanderer, verschiedene Kulturen, eine Gesellschaft.

    Darf ich dem also entnehmen, dass gegen Einwanderung ersteinmal nichts einzuwenden und die Transformation "eines Volkes" (was immer das auch zu soll) in eine Bevölkerung keine große Gefahr ist?
     
  5. Bilbo

    Bilbo

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    +28
  6. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Warst Du zuletzt in den USA ? Der Zerfall ist überall sichtbar und es gibt Ghettos und Kriminalität. Nein danke, ich möchte eine gemeinsame Vorstellung von unserem Land und das schliesst verschiedene Kulturen nicht aus.

    Unter der von mir genannten Prämisse ist eine "Transformation" wünschenswert. Meine Vorfahren waren Hugenotten, die wollten aber mit den Eingeborenen zusammen etwas erreichen und ich frage mich, wollen das die neuen Zuwanderer auch und zwar im gegenseitigen Respekt des Ankömmlings in seine neue Heimat und den dortigen Gepflogenheiten, bei gleichzeitigem Wohlwollen und Toleranz der nativen Bevölkerung. Ich bezweifele in aber stark, dass die "Transformation" zu schnell stattfindet und die Menschen nicht mehr mitkommen.
     
  7. Ich kann für mich feststellen, dass ich keiner Vereinbarung zustimmen werde. Eine erneute Zusammenarbeit mit dieser CDU/CSU unter Frau Merkel ist für mich nicht vorstellbar.
    Erstens steht m. E. gerade die Merkel-CDU für keinerlei politische Prinzipien und Überzeugungen ein, zweitens können die Grünen gerne als nächste Partei ihr Glück mit einer Regierungsbeteiligung versuchen. Wenn von denen mehr übrig bleibt als von uns und der FDP, kann man gerne über neue Farbenspiele im linken Lager nachdenken. Die sog. liberale Partei in ihrer bisherigen Ausrichtung beinahe vollständig auszusaugen, ist meiner Meinung nach im Übrigen die bislang größte Leistung die Fr. Merkel vollbracht hat.
    Sollte es durch eine potentielle Weigerung der SPD und der Grünen zu Neuwahlen kommen, kann es meinetwegen auch gerne eine Koalition der CDU/CSU mit der AfD geben. Dann werden wenigstens auch diese entzaubert.
     
  8. SRKKGURU

    SRKKGURU

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    NRW
    Seit wann ist die AfD im Bundestag ? Ich weiß, bezieht sich auf Neuwahlen. Wenn Du nicht siehst, daß Frau Merkel nicht mehr politische Leistungen vollbracht hat, hast Du von Politik keine Ahnung und alles von Dir ist nur Polemik ! Schade !
     
  9. Polemik wurde mir bislang noch nie vorgeworfen. Ich habe auch an keiner Stelle behauptet, dass Fr. Merkel als einzigen Leistungsnachweis nur die Abwahl der FDP hinbekommen hat.
    Dennoch möchte ich aber gerne einmal eine Übersicht über die vollbrachten Leistungen der letzten Legislatur sehen. (Ausgenommen ist der reduzierte MWST-Satz für Gastronomie ;-) )
    Ich habe natürlich eine rote Parteibrille auf und die erwähnten rote Socken an, das sei mir als SPD-Mitglied zugestanden.
    Ich frage mich aber wirklich, ob man bzgl. der Fragen zur Steuer-, Familien-, Finanz-, Gesundheits-, Renten-, Integrations- oder die Energiepolitik in den letzten Jahre wirklich einen wesentlichen Schritt nach vorne getan hat. Als Beispiel möchte ich nur die Frage der Energiewende anklingen lassen. Der Atomausstieg wurde beschlossen, was ich sehr begrüße, die weiteren notwendigen Schritte in Richtung erneuerbarer Energien bleiben m. E. aber aus. Wenn ich in den genannten Bereichen wesentliche Fortschritte nicht sehe, diese aber zu verzeichnen sind, gelingt es der aktuellen Regierung einfach nicht, Erfolge für mich wahrnehmbar zu transportieren.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass die SPD die klareren und deutlichen besseren Konzepte verfolgt.

    Meine beiden Beiträge zu diesem Thema richten sich im übrigen hauptsächlich auf die Äußerungen von GreenHoop, der da postulierte, dass die SPD-Basis durch den Partievorstand manipuliert werden soll, um einen Koalitionsvertrag zuzustimmen.
     
  10. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
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    Nehmen wir also zur Kenntnis, dass die AFD und unser Forist GreenHoop den rechten Rand lieber bedienen und hofieren, ohne sich klar zu bekennen.

    Für mich ist eine Europa-Kritik, die außer dem Nationalstaat nichts anzubieten hat, weltfremd. Weder kann der Euro einfach so abgewickelt werden, noch lässt sich die Rettungspolitik einfach so stoppen. Dass das katastrophal enden kann, ist mit Sicherheit richtig, aber wenn man das nur als Machenschaft von einigen Politikern oder gar als Medienverschwörung begreift, dann springt man viel zu kurz.
     
  11. Ich bin da ein wenig hin-und-hergerissen.
    Die vielen guten Argumente für die Petition werden ja schon auf der Seite gennant. Was ich allerdings nicht verstehen kann ist die angeblich nicht bestehende Ungleichbelastung von Gymnasial- und Grundschullehrer. (Zu letzteren werde ich bald gehören.) Die haben 28 Wochenstunden zu leisten. Nun könnte man natürlich sagen, dass deren Stunden leichter durchzuführen sind. Aber ist das wirklich so?
    Eine Klassenarbeit in Deutsch mag in der Grundschule leichter zu gestalten sein als in der 13. Aber dafür müssen z.B. die Rechtschreibfehler sehr individuell bewertet werden, um daraus für den einzelnen Schüler einen ganz spezifischen Wissens- und Kenntnissstand zu erfasse.
    Die Gruppen sind sehr viel homogener, die Binnendifferenzierung bei den Aufgaben eine große Herausforderungen. Auch sind viele Grundlagen der Erziehung noch nicht geschaffen, die beim Großteil der Gymnasiasten eher vorzufinden sind. So was wie: "man läuft im Klassenzimmer nicht einfach während der Stunde herum" oder "wenn jemand anders redet, dann bist Du still. Wenn der Lehrer es ist - dann erst Recht". Dass ich meine Entscheidung, mich mit den ganz Kleinen beschäftigen zu wollen, später jeden Monat mit hunderten von Euros pro Monat Mindereinkommen zu bezahlen habe kommt dann noch hinzu.
     
  12. Ich studiere an einer typischen Lehreruni und bekomme die Diskussion deswegen nochmal umso stärker mit. Dass LehrerInnen, besonders angehende für's Gymnasium dagegen sind, versteht sich von selber. Als vergangene Woche Frauke Heiligenstadt, die nds. Kultusminiterin im Rahmen der didaktischen Woche sprechen sollte, wurden Proteste organisiert. Ich muss gestehen: Ich weiß gar nicht, wie groß diese letztlich ausgefallen sind.

    Klar ist, dass es sich bei dieser Gesetzesvorlage vor allem um eine Sparmaßnahme handelt. Jeder Lehrer, der eine Stunde mehr gibt, ist schonmal ein Schritt mehr, für die erstmal hoch bleibende Zahl an Gymnasiasten weniger Lehrkräfte zu bezahlen. Klar ist auch, dass der Arbeitsaufwand einer Lehrkraft nach wie vor nur schwer objektiv messbar ist. Ihrer schulische Präsenzzeit kann aus Sicht anderer Arbeitnehmer nur belächelt werden, wenn gleich dazu die Vor- und Nachbereitungszeit kommt, die von lehrkräften zu recht immer wieder betont wird, aber es letztlich ihrer Zeitplanung und vor allem ihrer Gewissenshaftigkeit obliegt, inwieweit diese wirklich in Anspruch genommen wird.

    Ich unterstütze diesen Protest aber dennoch - vor allem, weil mal wieder eine Affront gegen den sozialen Bereich mit diesem Gesetzesentwurf einher geht. Ironischerweise diesmal so den Sozialdemokraten, die in NDS die Landtagswahl nur aufgrund der Abschaffung der Studiengebühren gewonnen haben. Anscheinend möchte die Partei gerne wieder akademische Wähler verlieren - die sind doch echt zu blöd für alles.

    Wie dem auch sei: Wenn es nach mir geht, ist die schulformvariable Ungleichbezahlung zwischen den Lehrkräften sowieso archaisch und somit eine finanzielle Hochstufung des Grundschullehramtes überfällig.
     
  13. "Meine" Bildungsministerin in Schleswig-Holstein würde Dir da (teilweise) zustimmen. Auch sie ist der Meinung, dass alle Lehrer gleich verdienen sollten. Leider meint sie damit aber offensichtlich nicht, dass ich mehr, sondern dass Du weniger verdienen wirst...
    Ein Grund für die Ungleichbehandlung war ja immer, dass das Grundschullehramtsstudium kürzer war. Das hat sich aber ab dem kommenden Semester erledigt, der Master wird um zwei Semester aufgestockt, ich werde ebenso fünf Jahr lang studieren wie meine Gymnasialkollegen. Übrigens auf Initiative eben dieser Ministerin, die das in die Wege geleitet hat, als sie noch Präsidentin meiner Uni war. (Ebenfalls eine typische Lehrer-Uni, eigentlich sind wir eher eine Pädagogische Hochschule und werden mehr aus politischen denn aus tatsächlichen Grund nicht mehr so genannt.) Und die jetzt, kaum ein paar Monate im Amt, ihre selbstgemachte Reform wieder über den Haufen schmeißen will. Dann soll es nur noch Primar- und Sekundarlehrer geben. Also von 1-4 oder 5-13, egal welche Schulform. Im Grund vielleicht kein schlechter Vorschlag, aber solange das Bildungssystem (vermeintlich) nach Leistungsstand differentiert, sollte man auch so konsequent sein zu behaupten, dass ein Leher für "die Klugen" anders ausgebildet werden muss als einer für "den Rest".
     
  14. Und ein weiterer Grund war die Begründung, die höhere "fachliche Qualifikation" zu bezahlen.
    Das ist insofern schonmal fragwürdig, dass "fachlich" sich in diesem Fall zumeist auf die Qualifikation der Unterrichtsfächer bezogen hat und eben nicht auf pädagogische Kenntnisse. Oftmals werden im akademischen Volksmund Fachlichkeit und Pädagogik voneinander getrennt. Das alleine sollte schon Stirnrunzeln verursachen.
    Vor allem aber ist seit der Bologna-Reform eine Unterscheidung zwischen dem Fachstudium von Gymnasiallehrern und Grundschulkindern absolut hinfällig, weil die ja schlichtweg die gleichen vernanstaltungen durchlaufen. Viele (mMn v.a. Grundschullehrer) sind da kritischer Meinung (Standardargument: Das brauche ich an der Grundschule doch eh nicht!"). Ich persönlich finde das zumindest in Bezug auf die Unterrichtsfächer ziemlich gut. Vor allem wird dadurch aber deutlich, dass das Argument der unterschiedlichen Fachqualifikation keine Grundlage mehr hat.


    Ich selber bin übrigens kein (Gymnasial-)lehrer, falls du das denkst. Ich bin Sonderpädagoge und mir trotz schulischem Studium noch nicht sicher, ob es mich an die Förderschule (selbst da würde ich mich nur bedingt als Lehrer sehen) oder woanders hin verschlägt.
     
  15. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Wenn die FDP den Ärzten und Apothekern ans Portemonnaie geht, gibt es auch Terror. Man kann sich nicht von diesen heutzutage fast in DDR-Mehrheitsverhältnissen Rot-Grünen Lehrern ins Amt wählen lassen und ihnen dann die Bedingungen verschlechtern. Das kommt nicht gut an.
     
  16. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Wer die USA als Beispiel für Zuwanderungspolitik nimmt, war niemals dort. Das Land liegt am Boden und wird durch den "Shutdown" und die sich bald stellenden Frage (Mitte Oktober) über die erneute Erhöhung der Verschuldungsgrenze allmählich zusammenbrechen.

    Im übrigen - und das war hoffentlich klar - nur die sind willkommen, die hier arbeiten wollen und dem Land weiterhelfen, Zuwanderung in die Sozialsysteme kommt nicht in Frage. Daher ist die kanadische Zuwanderungspolitik der richtige Weg, alles andere ist weltfremd, ausgedacht von Gutmenschen ohne Lösungen.
     
  17. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Du gehst ziemlich leichtfertig mit Unterstellungen dieser Art um, ziemlich einfaches Lebenswelt - das es zwischen schwarz und weiß auch anderes geben kann scheint Dir nicht in den Sinn zu kommen - wer so einfach denkt, kommt für mich nicht mehr als Gesprächspartner in Frage.
     
  18. Es geht ja nicht nur darum, dass die Bedingungen für die Lehrer schlechter werden. Sondern dass unter der Mehrbelastung die Qualität des Unterrichts leiden wird. Jede Unterrichtsstunde muss auch vor- und nachbereitet werden. Wenn ein Lehrer also 24 Unterrichtsstunden gibt, dann bedeutet das keineswegs, dass er nur 24 Stunden arbeiten muss. Auf eine 40-Stunden-Woche kommt man da ohne weiteres, wenn man seinen Beruf ernstnimmt.
    Auch Lehrer haben eine Belastungsgrenze, wenn die überschritten wird, haben weder Schüler noch Staatskasse etwas davon.
    Wer meint, Lehrer sei ein leichter Job, kann sich ja mal einen Tag lang vor eine Gruppe Pubertierender stellen und versuchen, den etwas beizubringen.
     
  19. Ich klink mich hier mal kurz ein.

    Als angehende Lehrerin kann ich dem nur zustimmen - dieses dumme Geschwätz von wegen 'Morgens haben Lehrer recht und nachmittags frei' treibt mich auf die Palme; es gibt ja nicht nur Vor- und Nachbereitung, sondern auch Konferenzen, Elternabende und Eltergespräche, genauso wie Leitung von AGs oder der SMV oder Betreeung von Praktikant(inn)en oder Referendaren.

    Der Lehrer kann seine Arbeit auch nicht einfach im Büro lassen, sondern nimmt sie mit nach Hause, was auch eine gewissen Belastung bedeutet.

    Bei dem Thema kann ich euch in Grund und Boden reden/schreiben, das war mein Thema im Staatsexamen :D
     
  20. Bein Lehrerjob ist es wie bei allen anderen Jobs: es hängt in erster Linie von der persönlichen Einstellung des jeweiligen Menschen ab. Jeder von uns hatte sicherlich genügend Lehrer, die sich null Gedanken gemacht haben und auch nicht viel vorbereitet hatten für den Unterricht. Andererseits gibt es übereifrige Lehrer, die sich über alles Gedanken machen, alles gewissenhaft angehen.... die werden auf Dauer wahrscheinlich eingehen. Genauso findest du in allen Jobs Leute, die versuchen sich mit dem kleinsten Widerstand und minimalsten Aufwand durchzumogeln und Andere, denen was an der Firma liegt.
    Bei den Lehrern kommt es neben der persönlichen Einstellung zum Beruf natürlich auch stark auf die Fächerkombination an. Ein guter Mathelehrer bspw. braucht wenig bis nichts vorzubereiten. Unser Mathelehrer in der Oberstufe hatte bspw. nie Unterlagen dabei. Der hat das aus dem Kopf gemacht. Wohingegen es in Sprachen oder Gesellschaftswissenschaften sehr stark auf die Motivation des Lehrers ankommt, ob die Schüler was lernen oder nicht.

    Generell ist es aber so, dass der Beruf des Lehrers als viel zu leicht angesehen wird in der Gesellschaft. Das ist ein knallharter Job. Das sehe ich bei vielen meiner Freunde, die in den letzten Jahren eingestiegen sind.