Die Grün-Weißen wollen sich durch den Ausbau ihrer Erfolgsserie in Saisonauftaktspielen früh Rückenwind verschaffen. Neuzugang Irvin Bertrand hofft auf einen gelungenen Einstand.
Die Grün-Weißen wollen sich durch den Ausbau ihrer Erfolgsserie in Saisonauftaktspielen früh Rückenwind verschaffen. Neuzugang Irvin Bertrand hofft auf einen gelungenen Einstand.
Mit Selbstbewusstsein und Zuversicht blicken die Tischtennis-Profis des SV Werder Bremen dem bevorstehenden Saisonbeginn entgegen. Im Auftaktspiel am Samstag (15.00 Uhr) in eigener Halle gegen den TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg kann sich die Mannschaft von Werder-Trainer Cristian Tamas tatsächlich gute Chancen auf einen erfolgreichen Start ausrechnen.
„Wir haben ein Heimspiel, der Gegner ist keine der TTBL-Übermannschaft – da wünscht man sich schon einen Erfolg, auch weil sich nach einem Sieg zu Saisonbeginn einfacher und besser trainieren lässt“, macht Tamas aus seinen Hoffnungen kein Hehl.
Die zunehmend spürbare Fokussierung beim Bundesliga-Sechsten der vergangenen Saison überbewertet der 45-Jährige nicht: „Wir machen uns keinen Druck. Aber vor dem Saisonstart ist man immer angespannt, weil man trotz aller Vorbereitung erst am Tisch wirklich sehen kann, wo man steht.“
Außer mit solcher Ungewissheit hat ein Spieler der Grün-Weißen bei der Saisonheimpremiere auch noch mit Lampenfieber zu tun: Irvin Bertrand feiert nach seinem Wechsel in der Sommerpause vom Bremer TTBL-Konkurrenten Post SV Mühlhausen an die Weser sein Debüt im Werder-Trikot.
„Etwas mehr Anspannung als sonst spüre ich schon, aber ich würde nicht sagen, dass ich übermäßig nervös bin“, berichtet der französische Nachfolger des abgewanderten Moldauers Andrej Putuntica über seine mentale Verfassung: „Ich hoffe natürlich, dass ich der Mannschaft direkt helfen kann.“
Selbstverständlich nehmen seine Mitspieler Mattias Falck, Kirill Gerassimenko und Marcelo Aguirre einerseits jede Hilfe gerne an. Andererseits ist Werder gegen Bad Homburg klar in der Favoritenrolle: Kein Spieler des Vorjahresaufsteigers ist in der Weltrangliste unter den besten 100 gelistet. Bekanntester Akteur der Hessen in Deutschland ist noch Nationalspieler Benno Oehme (Platz 209).
Bad Homburgs Star ist deswegen auch der Trainer: Helmut Hampl hat als Entdecker und früher Förderer nicht nur von Timo Boll, sondern auch vorher von Jörg Roßkopf und später von Patrick Franziska erheblichen Anteil an den vielen Erfolgen des deutschen Tischtennis seit Ende der 80er Jahre.
Hampls Coaching-Fähigkeiten haben seinem Team allerdings noch zu keinem Bundesliga-Sieg gegen Bremen verhelfen können: Seit 2020 gingen Falck und Co. in allen sechs bisherigen Begegnungen mit dem Underdog aus Hochtaunuskreis, der zu Jahresbeginn wie der SV Werder bei der Pokal-Endrunde in Neu-Ulm dabei gewesen ist, als Sieger aus der Box.
Statistisch spricht noch mehr für einen gelungenen Start der Gastgeber in ihre 19. Spielzeit im Oberhaus: Zuletzt gewann der Meister von 2013 immerhin drei Saisonauftaktspiele nacheinander. Der bislang letzte Fehlstart in ein Spieljahr datiert von 2021.
Entsprechend optimistisch blickt Teammanager Sascha Greber dem ersten Saisonspiel entgegen: „Wir sind nach einer intensiven und gemeinsamen Trainingswoche optimal vorbereitet denken gar nicht an eine Niederlage.“
Auf den Ausbau einer persönlichen Erfolgsserie hofft Gerassimenko. Der Kasache möchte gegen Bad Homburg an die Siege in seinen letzten acht Einzelmatches der vergangenen Saison anknüpfen: „Es wäre klasse, wenn es für mich in der Liga wieder so anfängt, wie es aufgehört hat.“